SG Wasserball Dresden wird Ostdeutscher Vizepokalmeister

9. Juni 2013

Die Männer der SG Wasserball Dresden versöhnen sich mit einem weitgehend verkorksten Spieljahr 2012/13 und feiern einen starken zweiten Platz im Ostdeutschen Wasserballpokal. Beim Final-Four-Turnier in Plauen erkämpften sich die Dresdner einen überraschenden Halbfinalsieg gegen die SG Wasserball Brandenburg (11:8), mussten sich aber im Finale den Gastgebern aus Plauen geschlagen geben (13:5).

Jedoch überwiegt die Freude über den Finaleinzug und den lang ersehnten Sieg gegen einen Großen der Liga. Mit dem diesjährigen Vizemeister der 2. Wasserballliga Ost, der SG Wasserball Brandenburg, konnte ein Team bezwungen werden gegen das man in den Liga-Duellen zuletzt noch klar unterlegen war. „Insgeheim haben wir schon an unsere Außenseiterchance geglaubt, wie wir es dann aber mit viel Leidenschaft und Kampf ins Wasser gebracht haben – Hut ab!“, freute sich der Coach Tino Ressel nach dem samstäglichen Match.

Dabei begann die Partie so wie das letzte Aufeinandertreffen in der Liga endete. Das Auslassen gut herausgespielter Torchancen bestraften die Brandenburger eiskalt mit Treffern nach schnellen Gegenstößen. 1:4 hatte es bereits gestanden als die Dresdner Spieler um den treffsicheren Marius Rost das Spiel an sich rissen und am Ende des dritten Viertels sogar 8:4 führten. Als dann eine defekte Halterung an einem Tor eine mehr als 10-minütige Unterbrechung nach sich zog, schwante dem Coach bereits Ungemach: „Wir hatten einen Lauf, Brandenburg war praktisch tot, und dann diese Pause!“ Nach Wiederanpfiff schien sich die Befürchtung zu bewahrheiten. Schnell trafen die bundesligaerfahrenen Havelstädter dreifach zum 7:8 – es musste gezittert werden. Doch an diesem Tag behielten die Dresdner die Nerven und belohnten sich so für ein starkes Match und eine kurze, aber intensive vierwöchige Vorbereitung mit dem vielumjubelten Finaleinzug.

Im sonntäglichen Endspiel gegen den punktverlustfreien Ligakrösus aus Plauen fehlten nach dem kräftezehrenden Halbfinale dann einfach die „Körner“ um der konditionellen Überlegenheit der Hausherren Paroli zu bieten. Richtig spannend wurde es in der schwimmintensiven Partie leider nicht. Lediglich der starke Schlussmann Hendrik Grohmann wehrte sich mit einigen sehenswerten Paraden, letztlich konnte aber auch er den Pokalsieg und das resultierende Double des SVV Plauen nicht verhindern.

Die SG Wasserball beendet somit das Spieljahr 2012/13 als enttäuschender Liga-Fünfter und starker Pokalfinalist des Ostdeutschen Wasserballpokals. Mit dem Sieg gegen Brandenburg konnte das Dresdner Team jedoch noch mal das vorhandene Potential andeuten. Der Coach im Anschluss an das Halbfinale: „Nach dieser Partie werde ich meine angedachte Pause als Trainer noch mal überdenken. Mit der gezeigten Moral und Einsatzbereitschaft – auch in der Vorbereitung auf das Final-Four – können wir im nächsten Spieljahr sicher wieder einiges besser machen!“.

Die SG Wasserball Dresden möchte sich außerdem für eine beeindruckende Aktion der Plauener Verantwortlichen bedanken. In einer spontanen Spendenaktion im Rahmen der Spiele auf der Tribüne des Plauener Stadtbads wurden 200 € als Fluthilfe gesammelt, welche beim gemeinsamen samstäglichen Abendessen an der Kapitän Erik Pflug überreicht wurde. Vielen Dank für diese mehr als symbolische Hilfe!

SG Wasserball Dresden – SG Wasserball Brandenburg 11:8
Stepp Praha – SVV Plauen 5:12

SG Wasserball Brandenburg – Stepp Praha 8:21
SG Wasserball Dresden – SVV Plauen 5:13

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