SG sichert sich sechsten Tabellenplatz

15. Dezember 2008

Mit einem 13:9 Heimsieg am Samstag gegen die HSG TH Leipzig und einem 12:12 Remis am Sonntag beim Erfurter SSC beenden die Dresdner Wasserballer das Jahr 2008. Die SG Wasserball Dresden überwintert damit auf einem soliden sechsten Platz in der 2. Wasserballliga Ost.

Dass es nicht sogar Platz fünf wurde, lag an einer desolaten ersten Halbzeit der Dresdner am Sonntagmittag in Erfurt. Mit sage und schreibe 7:1 lagen die Hausherren, die eher zu den schwächeren Teams der Liga zu zählen sind, nach nur elf Minuten in Führung. Vor allem die defensiv ausgelegte Raumdeckung der Erfurter, gepaart mit einer erschreckenden Abschlussschwäche der Dresdner Rückraumschützen, ließ den Vorsprung rasch anwachsen. Erst im dritten Viertel erwachten die Gäste und stellten taktisch um. Auf einen Center – durch die Taktik der Thüringer war dieser ohnehin nur selten anspielbar – wurde ganz verzichtet, schwimmerische Aktivität sollte für Unruhe sorgen. Dank eines großen kämpferischen Einsatzes (und trotz einer weiterhin miserablen Chancenverwertung) schafften die Spieler um Kapitän Erik Pflug im letzten Viertel den 10:10 Ausgleich.

Doch die Antwort der scheinbar geschlagenen Erfurter kam prompt und doppelt: 12:10 und nur noch zwei Minuten auf der Uhr. Doch einmal mehr zeigten die Dresdner Moral und kamen durch zwei späte Tore von Jan Weinreich zum verdienten Ausgleich. 20 Sekunden vor Schluss hätte der stark aufspielende Rando Meister vollkommen frei stehend sogar für die erstmalige und wahrscheinlich entscheidende Führung sorgen können, doch sein Schuss landete in den Armen des Erfurter Schlussmannes. Was bleibt, ist eine Punkteteilung, die aufgrund der ersten 14 Minuten als Punktgewinn, aufgrund des deutlichen Leistungsunterschiedes am Ende als Punktverlust gesehen werden kann.

Auch beim samstäglichen Auftritt vor heimischer Kulisse gegen die Leipziger konnten die Spieler von Trainer Olaf Seibt nur bedingt an die starken Vorstellungen der Vorwoche (Sieg und knappe Niederlage gegen die Zweitvertretungen aus Neukölln und Spandau) anknüpfen. Gegen die Messestädter ließen sich die Dresdner vom behäbigen Spiel der Gäste, die kaum eine vernünftigen Konter versuchten und nur sehr zögerlich nach vorn rückten, „einlullen“. Die Vorgabe, schnelle Angriffe von Beginn an vorzutragen, um die offensichtlich konditionsschwachen Gäste zu ermüden, wurde zu selten umgesetzt. Dass es letztlich doch zu einem 13:9 Sieg reichte, war wieder einmal Centerspieler Sebastian Kühnel und seinen fünf Toren zu verdanken. Auch Torhüter Johannes Drechsel sicherte mit einigen Paraden und gehaltenem Fünfmeter die wichtigen zwei Punkte.

Mit sechs Punkten aus den ersten fünf Spielen hat die mit fünf Spielern verstärkte Dresdner Mannschaft ihre diesjährigen hohen Ambitionen untermauert. Der kämpferische Einsatz, das Herausarbeiten von Torchancen und die solide Abwehrarbeit dürften als Stärken gesehen werden.
Demgegenüber stehen die mangelnde Verwertung klarster Gelegenheiten und die fehlende Konsequenz im Umkehrspiel. Die Männer der SG Wasserball Dresden sollten nun die spielfreie Zeit bis zum 24. Januar 2009 intensiv nutzen, um dann in den weiteren Spielen eine bis dato gute in eine sehr gute Saison zu verwandeln.

Ergebnisse:
SG Wasserball Dresden – HSG TH Leipzig 13:9
Erfurter SSC – SG Wasserball Dresden 12:12

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