Saisonstart: Neu formiertes SG-Team unterliegt nur knapp dem Favoriten aus Brandenburg

25. Oktober 2016

Die SG Wasserball Dresden ist gut in die neue Saison der 2. Liga Ost gestartet. Vor heimischer Kulisse mussten sich die Dresdner Spieler mit 7:9 nur knapp dem Vorjahresmeister SGW Brandenburg geschlagen geben. Mit einer effizienteren Abschlussquote wäre durchaus auch ein Sieg gegen die favorisierten Havelstädter möglich gewesen.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich der neue Trainer der SG nach der Partie. „Das nicht von Anfang an alles perfekt laufen wird, war mir bewusst“ gab sich der 35-jährige Toralf Schaarschmidt entspannt. „Die neu formierte Mannschaft harmonierte bereits besser als erwartet.“

Schaarschmidt ist zwar neu in der Trainerrolle, aber schon viele Jahre als Spieler und Wasserballwart im Verein aktiv und kennt daher alle Athleten bestens. Im Sommer hatte er die Trainerstelle von Martin Höfler übernommen. Der Vorgänger wollte nach zwei Amtszeiten nicht mehr die Geschicke der SG leiten und verfolgte das Auftaktspiel von der Zuschauertribüne.

Doch nicht nur am Beckenrand, sondern auch im Wasser gibt es einige personelle Veränderungen. Der schnelle Linksangreifer Marius Rost hat die SG Richtung Halle verlassen. In seiner Heimatstadt wird er in Zukunft für den wieder aufgestiegenen SV ins Wasser springen. Zudem haben sich mit Matthias Schulz, Andre Garcon, Jan Weinreich und Dirk Jaster gleich vier langjährige Teammitglieder von der ersten Mannschaft abgemeldet.

Gefüllt werden diese Lücken mit Spielern aus der zweiten Mannschaft bzw. aus dem Nachwuchs. Dabei richteten sich die Augen am Wochenende vor allem auf Louis Georgi. Das 17-jährige Eigengewächs spielte die letzten beiden Jahre mit dem SVV Plauen in der U17-Bundesliga und soll sich nun im Männerbereich durchsetzen.

Das ihm das Gelingen dürfte, machte er sogleich in seiner ersten Offensivaktion deutlich und provozierte geschickt eine Herausstellung des Gegners – die Vorarbeit zum ersten Tor der Saison und 1:0-Führungstreffer durch Centerangreifer Sebastian Kühnel.

Gut eingeführt hat sich auch Erik Pflug. Aus familiären Gründen in der letzten Saison nur äußerst selten im Einsatz, kann sich der zweifache Vater inzwischen wieder mehr dem Training widmen. Für die Entscheidung, ihn sogleich als neuen, alten „Capitano“ ins Wasser zu schicken, bedankt er sich mit den zwei sehenswerten Treffern zum 6:7 und 7:8.

Dass es am Ende nicht wenigstens zu einem Punktgewinn reicht, lag an Kleinigkeiten und vielleicht dem Fehlen des nötigen Quäntchens Glück.

Viel Zeit, den vergebenen Chancen nachzutrauern bzw. wichtige Erkenntnisse aus dem ersten Spiel zu ziehen, bleibt dem neuen SG-Team nicht. Bereits am kommenden Wochenende findet Runde 1 des Deutschen Pokals statt. Schaarschmidt und sein Team sind dann beim SV Ludwigsburg 08 gefordert, einem Vertreter der 2. Liga Süd.

SG Wasserball Dresden – SGW Brandenburg 7:9 (4:3, 0:2, 2:2, 1:2)

Im DSV-Online-Protokoll gibt es alle Zahlen zum Spiel.

Termin für das nächste Heimspiel: 5. November 2016, 19:30 Uhr gegen die SG Schöneberg Berlin.

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