Großer Kampf bleibt unbelohnt

10. Februar 2014

Viel mehr Drama kann ein Wasserballspiel nicht bieten. Nur noch 20 Sekunden auf der Uhr, Ausschluss gegen Prag, Spielstand 10-11, Auszeit Dresden. Trainer Tino Ressel gibt die letzten Anweisungen für die nun zu spielenden Überzahl. Die Schiedsrichter starten die Partie, der Ball läuft passabel bis zum freistehenden Dresdner Stefan Heyde, der aus spitzem Winkel die kurze Ecke anvisiert … und verschießt.

Bis dahin bot die ersatzgeschwächte Mannschaft der SG Wasserball Dresden, unter anderen fehlten Torhüter Hendrik Grohmann und Torjäger Sascha Kurlykov, eine starke kämpferische Leistung gegen den Favoriten Stepp Prag. „Dass wir hier so lange mitspielen, hätte ich vor der Partie aufgrund der Ausfälle nicht gedacht“, so Ressel nach dem Spiel. „Umso mehr schmerzen diese nun angesichts des knappen Spielverlaufs.“

Dass es überhaupt zu einer so dramatischen Schlussphase kam, lag vor allem am stark aufspielenden, praktisch nicht zu verteidigendem Center Sebastian Kühnel, der allein vier Treffer erzielte. Ein ungewohnter, aber starker Rückhalt war zudem Erik Pflug, der im Tor einige Eins-Zu-Eins Situationen für sich entschied. Und auch Stefan Heyde, der tragische Held des letzten Angriffs, überzeugte mit drei wichtigen Treffern. „Für das Team tut mir mein letzter Fehlschuss leid, wir hätten es verdient gehabt!“, so Heyde im Anschluss an die Partie.

Es hätte also ein richtiger schöner samstäglicher Wasserballabend in der Schwimmhalle Freiberger Platz werden können. Zumal den ca. 150 Zuschauern mit den Synchronschwimmerinnen des Post SV Dresden erstmals ein glanzvolles Rahmenprogramm geboten wurde. „Ich denke die Vorstellung der Solistin vor dem Spiel und der Mädels in der Halbzeitpause hat unseren Fans gefallen. Hoffentlich klappt es gleich zum nächsten Heimspiel mit einer weiteren Show!“, hofft Kapitän Axel Marquardt. Dieses wird allerdings erst Mitte März am 15.03.2014 zur Zweitrundenpartie des Ostdeutschen Pokals gegen Leipzig stattfinden.

SG Wasserball Dresden – Stepp Praha 10:11 (4:3, 2:4, 3:1, 1:3)

Ein paar Bilder vom Spiel gibt es bei uns in der Galerie sowie auf kopane.de.

Die SGW Dresden bedankt sich bei der Abteilung Synchronschwimmen des Post SV Dresden sowie beim Club Mensa für die Unterstützung bei der Durchführung des Spieltags.

Wir bedanken uns bei unseren weltbesten Sponsoren: