Glückliches 7:7 gegen Leipzig

25. November 2015

Am vergangenen Wochenende hatten die Dresdner Wasserballer ihr Auswärtsspiel gegen die HSG TH Leipzig. Die Vorzeichen für das Spiel waren gut. Zwar musste auf Trainer Martin Höfler verzichtet werden, doch mit 12 verfügbaren Spielern reiste man so gut besetzt wie noch in dieser Saison nach Leipzig an.

Die Gastgeber hingegen treten in dieser Saison mit einer neuen, sehr jungen Mannschaft an. Alte, erfahrene Spieler kündigten ihren Rückzug an, um der jungen Garde das Nachrücken zu ermöglichen. Wie sich im Spiel zeigten sollte, mangelt es diesen jungen Spielern keineswegs an Einsatz und Schnelligkeit.

In das erste Viertel starteten die Dresdner mit viel Elan, der körperliche Vorteil und die Konterschnelligkeit wurden ausgenutzt um den Leipzigern den Zahn zu ziehen. Lediglich die Abschlussschwäche auf Dresdner Seite verhinderte eine höhere Führung.

Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt dramatisch. Mit einer 1:2 Führung im Rücken hatte es den Anschein, dass die Elbstädter zu früh an den Sieg geglaubt haben. Die Zweikämpfe mit den Messestädtern wurden nicht konsequent angenommen, die Überzahlsituationen zu hastig abgeschlossen und die Konter der Leipziger nicht verhindert. Folglich drehten die Leipziger das Spiel zu ihren Gunsten und zogen auf 5:2 davon.

Der Pausenpfiff erlöste die Spieler um Kapitän Axel Marquardt. In seiner Pausenansprache rüttelte er die Mitspieler wach. So konnte Felix Tamke 30 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 5:3 verkürzen. Dies schien eine Signalwirkung zu sein. Drei weitere Treffer in Folge sorgten erneut für die Dresdner Führung. Leipzig schien nun das Ruder aus der Hand zu geben, konnte jedoch durch eine Auszeit den Lauf der SG stoppen und vor der letzten Viertelpause selbst noch einmal punkten. Beim stand von 6:6 ging es in die letzten acht Spielminuten.

Ein Überzahl-Situation zu Beginn des letzten Viertels brachte den Gastgebern ein 7:6-Führung. In einer nun sehr hektischen Partie mit mehreren Hinausstellungen auf beiden Seiten gelang keinem der Teams ein weiterer Treffer. Nur mit Glück kamen die Dresdner zwei Sekunden vor Schluss ein letztes Mal in Ballbesitz und konnten mit dem späten Ausgleichstreffer gerade noch so einen Punkt aus Leipzig zu entführen.

Aus Dresdner Sicht ist es mehr als glücklich, diesen Punkt erkämpft zu haben. Aus 16 Überzahlsituationen wurden einfach zu wenig Tore erzielt und im Spielaufbau fehlte es an Ideen und Einsatz der Spieler. Diese haben schon am kommenden Samstag in Zwickau die Möglichkeit, ihrem Trainer und sich selbst zu beweisen, dass sie besser Wasserball spielen können.

HSG TH Leipzig – SGW Dresden 7:7 (1:2, 4:0, 1:4, 1:1)

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