Zwei Punkte aus Schöneberg, knappe Niederlage in Brandenburg

14. November 2011

Mit zwei Punkten aus Schöneberg und einer äußerst knappen 9:8 Niederlage gegen Titelaspirant SGW Brandenburg sind die Dresdner Wasserballer vom ersten Auswärtswochenende der neuen Saison zurückgekehrt.

Für das erste Spiel am Samstagabend gegen die SG Schöneberg hatte Trainer Tino Ressel klar zwei Punkte als Ziel ausgegeben – natürlich wissend, dass es keine einfache Aufgabe werden wird. Die Dresdner unterschätzten die engagiert aufspielenden Gastgeber zu Recht nicht. Bis zur Halbzeit (5:6) war es eine Partie auf Augenhöhe, in der die Sachsen unter ihren Erwartungen blieben und sich durch viele Fehlabspiele das Leben selber schwer machten.

Erst nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste besser ins Spiel, nutzen ihre Überzahlsituationen erfolgreicher und standen in der Abwehr gegen konditionell nachlassende Schöneberger sicher. Am Ende ein 13:9 Sieg für die SG Wasserball Dresden, mit wenig Glanz und hohem Kraftaufwand.

SG Schöneberg – SGW Dresden 9:13 (2:2, 3:4, 1:3, 3:4)
Tore der Dresdner: Sebastian Kühnel (3), Felix Tamke (3), Stefan Schierz (2), Marius Rost (2), Erik Pflug (2), Dirk Jaster (1)

Eine deutlich schwerere Aufgabe wartete am Sonntag in Brandenburg auf die Dresdner und entsprechend gab Trainer Ressel vorm Anpfiff eine defensive Taktik vor: „Angriffsspiel ruhig aufbauen und rechtzeitig zurückziehen, um Konter zu unterbinden“ sollte die Devise sein, die jedoch nicht richtig umgesetzt wurde. Vielmehr entwickelte sich ein schnelles Schwimmspiel, mit Schwächen im Stellungsspiel der Abwehr und Fehlpässe im Angriff auf beiden Seiten. Erster Pausenpfiff beim Stand von 3:3.

Im zweiten Viertel hitzten sich die Gemüter nach einer Verletzung des Brandenburger Centerverteidigers und dem Ausschluss von Dresdens Verteidiger Axel Marquardt (nach drei persönlichen Fehlern) deutlich auf. Die Gäste verloren den Faden und haderten mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen. Nachdem auch Dresdens Trainer vom Beckenrand verwiesen wurde und Brandenburg innerhalb von nur 30 Sekunden zwei Tore zum 6:3 Halbzeitstand erzielen konnte, schien die Vorentscheidung gefallen.

Doch die Dresdner Mannschaft zeigte Moral und machte deutlich, dass sie trotz dem 3:7 Rückstand gegen Brandenburg und die Schiedsrichter gewinnen will. Aus einer sicheren Abwehr kämpften sich die Spieler um Kapitän Erik Pflug nun Konter um Konter auf ein 7:8 zu Beginn des letzten Abschnittes heran. Der Ausgleich lag in der Luft, doch die nachlassende Kraft und ein Stellungsfehler brachten den Gastgeber einen erneuten Zwei-Tore-Vorsprung. In der Endphase scheiterten die Dresdner dreimal an Routinier Dennis Bohne im Brandenburger Tor und vergaben eine weitere Überzahlsituation.
Der 8:9 Anschluss-Treffer fiel wenige Sekunden vor Schluss durch Max Lehnert und kam damit aus Dresdner Sicht zu spät um noch mehr zu erreichen. Die Brandenburger spielten den letzten Angriff routiniert runter und schrammten nur knapp am Unentschieden vorbei. “Nach dieser Aufholjagd wäre ein Unentschieden am Ende eine gerechte Punkteteilung gewesen” fasst Pflug die Stimmung der Dresdner nach dem Spiel zusammen.

Trainer Ressel analysiert das Spiel so: “Es ist schade, dass ein über weite Strecken emotional und körperbetont geführtes aber gutes Wasserballspiel zu oft unter der fehlenden Linie der Unparteiischen litt. Der bedauerlichen Verletzung eines Brandenburger Spielers folgte leider keine souveräne und beruhigende Spielleitung. Wir haben in dieser Phase zu lange gebraucht um uns darauf einzustellen. Trotz allem zolle ich meiner Mannschaft für die kämpferische Leistung Respekt. Ich denke wir sind nun endlich in der Saison angekommen.”

SGW Brandenburg – SGW Dresden 9:8 (3:3, 3:0, 2:3, 1:2)
Tore der Dresdner: Max Lehnert (3), Marius Rost (2), Sebastian Kühnel (1), Felix Tamke (1), Sasha Kurlykov (1)

Das nächste Spiel hat die SGW Dresden in zwei Wochen beim SC Chemnitz, der mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in den ersten Spielen hinter den Dresdner in der Tabelle steht.

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