Pokalspiel: Niederlage in Hamm

14. November 2010

Mit einer scheinbar deutlichen 13:8 Niederlage in Hamm unterliegt die SG Wasserball Dresden im Deutschen Wasserballpokal 2010/2011 gegen SGW Rote-Erde / SV Brambauer. In der zweiten Runde des Turbo-Cups verkauften sich die Dresdner allerdings teuer und präsentierten sich bis ins letzte Viertel gleichwertig – gegen einen Gegner, der offen seine Aufstiegsambitionen in die DWL formuliert. Ins letzte Viertel gingen die weit gereisten Gäste noch mit dem aussichtsreichen Zwischenstand von 8:8.

Dass die Gastgeber am Ende mit fünf Toren gewann, lag vor allem an einer überharten Entscheidung eines der beiden Schiedsrichter. Im letzten Viertel verhängte ausgerechnet der Referee, der erst zum dritten Viertel im Hammer Schwimmbad erschien, den alles entscheidenden Ausschluss ohne Ersatz gegen den Dresdner Centerangreifer Sebastian Kühnel. Der resultierende Fünf-Meter und die anschließende vierminütige Überzahl brachte die Heimmannschaft letztlich auf die Siegerstraße.

„Das Spiel änderte sich mit der Ankunft des zweiten Schieris – leider haben wir es nicht geschafft darauf entsprechend zu reagieren“, konstatierte Trainer Tino Ressel nach dem Spiel. „Und trotzdem ärgert mich, dass hier jemand das Spiel entscheidet und unseren Aufwand so einfach zu Nichte macht“. Der belohnenswerte Aufwand der Dresdner bestand dabei vor allem in einer starken Defensive. Einfache Tore, zum Beispiel über Konter oder den Center, verhinderte die starke Abwehr um Centerverteidiger Axel Marquardt konsequent über die gesamte Spielzeit.

Jedoch haperte es diesmal an einer zu einfallslosen Offensive. Gegen eine tief stehende Verteidigung gelang es den Dresdner nur zu selten über den Rückraum Gefahr auszustrahlen und zum Torerfolg zu kommen. Auch im Überzahlspiel lief der Ball nicht in gewünschter Weise. Exil-Dresdner Jens Brandenburg – extra aus Frankfurt angereist um seine alten Mannschaftskollegen anzufeuern – resümierte treffend: „Mit ein bisschen mehr Konsequenz im Abschluss und mit mehr Glück bei den Schiedsrichterentscheidungen wäre heute die Überraschung und damit das Achtelfinale drin gewesen.“

Ob mit dieser Niederlage allerdings wirklich das Pokal-Aus besiegelt ist, wird sich wohl am grünen Tisch entscheiden. Die SG Wasserball Dresden hat einen Protest nach Spielende im Protokoll vermerkt. Ein Einspruch gegen die Spielwertung wird gegenwärtig durch die Verantwortlichen der SG geprüft.

SG W Rote Erde / SV Brambauer – SG Wasserball Dresden 13:8

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