Null Punkte in Berlin

20. März 2012

Einen denkbar schlechten Start in die Rückrunde der 2ten Wasserball-Liga Ost legten die Spieler der SGW Dresden am Wochenende in Berlin hin. Gegen die Reserven der Bundesliga-Teams der Wasserfreunde Spandau und der SG Neukölln gerieten die Sachsen unter die Räder und ließen alle
Punkte liegen.

Anders als noch beim gefeierten Heimsieg vor 14 Tagen gegen Prag, zeigte sich das Team um Kapitän Erik Pflug am Samstag-Nachmittag gegen die Spandauer von seiner schlechtesten Seite. Die Verteidigung anfällig, der Angriff zu ungefährlich. Die kurze 0:1-Führung zu Beginn des Spieles blieb das einzig Positive aus Dresdner Sicht. Im Rest der Partie konnten sich die deutlich jüngeren Gastgeber eine bequeme Führung erarbeiten und gewannen am Ende verdient mit 11:3.

Entsprechend deutlich fielen im Anschluss die Worte von Trainer Tino Ressel aus: „Was wir hier gezeigt haben, war eine Katastrophe und hatte mit Wasserball nicht viel zu tun. Höchstens zwei, drei Spieler hatten heute Normalform, bei allen anderen fehlte der richtige Wille und Biss.“ Mit Blick auf das Sonntags-Spiel gegen Neukölln forderte Ressel „eine 180-Grad Wendung, wenn wir uns nicht wieder so abschlachten lassen wollen.“

Und die hatten die Dresdner Spieler tatsächlich vollführt. Engagierter und kämpferischer gingen sie in die Zweikämpfe und wurden entsprechend mit einer 2:4 Führung nach dem ersten Viertel belohnt. Auch wenn im Angriff noch zu viele Chancen liegen gelassen wurden – an diesem Tag stand die Defensive deutlich besser und die SG konnte eine knappe 6:5 Führung ins Schlußviertel mitnehmen. Mit drei unnützen Rausstellungen in der Neuköllner Hälfte, die dankend und erfolgreich von den Berlinern angenommen wurden, kam die Wende. Die Dresdner brachten sich letztlich damit selber um den Sieg und die Gastgeber nutzen ihre Euphorie um zum 11:7 Endstand davonzuziehen.

„Wollen wir am Ende der Saison wieder auf dem Podest stehen, müssen wir nun jedes Spiel gewinnen“ verdeutlichte Ressel nach Abpfiff die Situation, die sich sein Team an diesem Wochenende eingebrockt hat. „Dass das nicht einfach wird, brauche ich sicherlich nicht zu erwähnen.“

Jetzt haben die Dresdner Wasserballer vier Wochen Zeit an sich zu arbeiten, bis am 22.04.2012 das erste schwere Heimspiel gegen die SGW Brandenburg bevorsteht.

Wf. Spandau II – SGW Dresden 11:3
Torschützen der Dresdner: Sascha Kurlykov, Stefan Heyde, Sebastian Kühnel

SG Neukölln II – SGW Dresden 11:7
Torschützen der Dresdner: Sascha Kurlykov (3), Erik Pflug (2), Sebastian Kühnel, Dirk Jaster (je 1)

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