Nichts zu holen in Brandenburg, Arbeitssieg gegen Schöneberg

18. April 2011

Wenn der Tabellendritte beim Tabellenzweiten ins Becken steigt, spricht man landläufig von einem Spitzenspiel. Doch was am Samstagabend im Brandenburger Marienbad bei der Zweitliga-Partie zwischen der SGW Brandenburg und der SGW Dresden zu erleben war, konnte die gesteckten Erwartungen kaum erfüllen. Die Gastgeber waren vom Start weg die bessere Mannschaft und konnten sich zwischenzeitlich einen imposanten 11:2 Vorsprung herausspielen. Ein spannendes Gipfeltreffen auf Augenhöhe war es zu keinem Zeitpunkt. Vielmehr sahen die Zuschauer eine desaströse Dresdner Mannschaft, welche ein ums andere Mal sehr einfach durch Brandenburger Konter ausgestochen wurde.

Erst zum Ende des dritten Viertels kamen die Gäste aus Sachsen langsam selbst zum Zug und erkämpften sich weitere Treffer. Den letzten Spielabschnitt entscheiden die Dresdner Spieler, die ohne Trainer Tino Ressel anreisen mussten, immerhin 5:1 für sich und schrammen mit dem 12:9 Endergebnis knapp an einer überdeutlichen Riesenblamage vorbei.

Um so wichtiger war es am Sonntag, die zwei Punkte aus dem Spiel gegen den Tabellenachten, die SG Schöneberg, einzufahren. Mit einem 11:17 Sieg gelang das den Spielern um den nachgereisten Trainer Ressel am Ende deutlich. Allerdings musste sich dieser hart erarbeitet werden. In den ersten drei Abschnitten konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Es war erneut das letzte Viertel, in dem die Dresdner Wasserball überzeugen konnten, indem sie es mit 5:1 Treffern für sich entschieden.

Nach einem sportlich erneut schwachem Wochenende, hört sich das Fazit von Ressel ernüchternd an: „Wir gehören eben nich ganz oben hin. Dafür muss man trainieren und bei nur 1x die Woche eben umso intensiver.“ Ebenso ist er mit der Überzahlausbeute aus beiden Spielen (4 Treffer aus 13 Möglichkeiten) unzufrieden: „Wenn man ganz hoch will, müssen wir in Überzahl wieder zum Erfolg finden.“

Die nächste Möglichkeit dazu hat die SG Wasserball Dresden am 7. Mai zum Nachholespiel beim SC Chemnitz, bevor es am 21. und 22. Mai daheim gegen die Bundesligareserven der SG Neukölln und der Wasserfreunde Spandau 04 geht.

SGW Brandenburg – SGW Dresden 12:9
Tore der Dresdner: Rando Meister (3), Dirk Jaster (2), Jan Weinreich, Marius Rost, Max Lehnert, Sebastian Kühnel (je 1)

SG Schöneberg – SGW Dresden 11:17
Tore der Dresdner: Max Lehnert (4), Erik Pflug, Sasha Kurylkov (je 3), Rando Meister, Marius Rost, Sebastian Kühnel (je 2), Axel Marquardt (1)

Wir bedanken uns bei unseren weltbesten Sponsoren: