Dass alle Mannschaften schon mindestens zwei Spiele absolviert haben, der kommende Gegner aus Chemnitz sogar schon vier Mal ins Becken stieg und somit schon im Spielrhythmus und eingespielt seien dürfte, muss wohl als kleiner Nachteil gewertet werden. Andererseits lässt sich so die Leistungsstärke der Chemnitzer anhand deren Ergebnisse einschätzen: aus den vier Heimspielen resultierten Siege gegen Zwickau (11:4) und Berlin-Spandau II (10:0 am grünen Tisch, da die Spandauer nicht antraten), aber auch schmerzende Niederlagen gegen Plauen (11:12) und Berlin-Neukölln II (6:16).
Wenn auch die gegnerische Leistung abschätzbar ist, die eigene Stärke dürfte noch ungewiss sein. Sechs neue Spieler (siehe Interview) galt es in der langen Vorbereitungszeit zu integrieren. Nicht zuletzt das dreitägige Trainingslager auf dem Rabenberg am vergangenen Wochenende sollte den 18 Spieler (!) umfassenden Kader auf taktischer und menschlicher Ebene zusammen gebracht haben.
Nach dem Auftakt in Chemnitz erwarten die Dresdner Wasserballer am darauf folgenden Wochenende (6./ 7.12.) die beiden Berliner Zweitvertretungen in der Schwimmhalle Freiberger Straße. Eine Woche später empfängt die Mannschaft um Kapitän Erik Pflug die Leipziger (13.12.) bevor es am Sonntag (14.12.) nach Erfurt geht.
Vier Fragen an den Trainer Olaf Seibt:
Die lange Vorbereitung ist mit dem Trainingslager auf dem Rabenberg fast abgeschlossen. Wie zufrieden bist Du mit den drei Monaten und was waren die speziellen Schwerpunkte für das Trainingslager?
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Aber man muss sehen, dass wir sechs neue Spieler zu integrieren haben. Die ersten drei bis vier Spiele werden zeigen, inwieweit wir die Abstimmung optimiert haben. Auch wenn der Kader für das erste Spiel steht, ist dieser längst nicht endgültig. Deshalb war die Aufgabe im Trainingslager die neuen Spieler einzubinden, alte Spielzüge aufzufrischen und natürlich neue Varianten einzuüben. Ich denke, es hat ordentlich funktioniert, auch wenn es für manchen Neuankömmling eine Umstellung ist. Ob wir vielleicht auch die Taktik an die neuen Spieler anpassen müssen, werden unsere ersten Partien zeigen.
Wer sind die sechs Neuen, woher kommen sie und was zieht sie nach Dresden?
Mit Marius Rost (20 Jahre), Tobias Janik (21) und Felix Tamke (20) haben drei junge Hallenser ein Studium in Dresden begonnen. Ebenso Max Lehnert (19) aus Magdeburg und Philipp Endrulat (23) aus Köln. Jan Weinreich (27) aus Dresden kehrt nach seinem Intermezzo in Chemnitz zurück. Demgegenüber steht nur ein Abgang: Tino Müller beginnt seine Polizeiausbildung in Niedersachsen und steht damit nicht mehr zur Verfügung.
Angesichts der Vorbereitung und den neuen Spielern – wie schätzt Du die Leistungsstärke der Mannschaft im Vergleich zu den letzten Jahren ein?
Ich glaube, das jetzige Niveau ist höher. Das Potential für eine bessere Platzierung ist definitiv da. Wenn das Engagement so hoch bleibt, wird die Leistung besser sein. Wer die schwachen letzten Spiele der vorigen Saison gesehen hat, wird in diesem Jahr eine Steigerung erkennen.
Machen wir es gleich an Zahlen fest: Welcher Tabellenplatz ist Saisonziel? Wieviele Punkte sind aus den ersten fünf Spielen zu holen?
Platz sechs dürfte dieses Jahr drin sein! Die Mannschaft denkt da übrigens noch optimistischer: sogar Platz drei wurde in unserer internen Befragung einmal genannt. Aber Platz sechs wäre schon ein sehr gutes Ergebnis. Um diesen zu erreichen, würde ich gern mit drei Siegen aus den ersten fünf Spielen starten. ]]>


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