Wasserball im Dresdner SC
Artikel aus dem DSC Journal (Juni 2008)
„Das ist bestimmt extrem anstrengend, das könnte ich nie“ ist eine der häufigsten Reaktionen, wenn man sich als Wasserballer zu erkennen gibt. Als aktiver Spieler sieht man das gelassener – schließlich kommt man auch bei jeder anderen Sportart ordentlich ins Schwitzen. Die eigentliche Faszination liegt beim Wasserball in der Kombination von Schwimm- und Balltechnik, sowie dem versperrten Blick unter die Wasseroberfläche. Nie weiß man ganz genau, was da gerade unter Wasser geschieht. Doch auch wenn es mitunter recht robust zur Sache geht, ist es bei weitem nicht so brutal, wie viele meinen. Verletzungen sind weit seltener als beispielsweise beim Hand- oder Fußball und zudem achten zwei Schiedsrichter vom Beckenrand auf die Einhaltung der Regeln.
Fraglich für die Aktiven ist viel mehr, warum ihr Sport weitestgehend unbekannt bleibt. Die älteste olympische Mannschaftssportart findet auch in Dresden viel zu oft nur im eigenen Umfeld statt. Der Großteil der DSC Mitglieder weiß vermutlich gar nicht, dass es auch unter ihnen Sportler dieser Randsportart gibt. Gut „getarnt“ unter dem Mantel einer Spielgemeinschaft (SG) steigen regelmäßig auch DSC-Sportler der Abteilung Schwimmen ins Becken und spielen in verschiedenen Ligen um die meisten Tore und Punkte.
Der Dresdner Sportclub ist neben dem SWV TuR Dresden Gründungsverein der SG Wasserball Dresden. Inzwischen gehören zu dem im Jahr 1999 entstandenen Zusammenschluss noch der USV TU Dresden. Über 100 Jugendliche und Erwachsene aus allen drei Vereinen gehen in der SG ihrem Hobby nach. Die 1. Herren-Mannschaft spielt derzeit in der 2. Wasserball Liga Ost und kämpft dort um einen stabilen Platz in der Tabellenmitte. Doch auch in den unteren Ligen auf Landes- und Bezirksniveau ist die SG erfolgreich vertreten. Bei einem Besuch der Heimspieltage in der Schwimmhalle Freiberger Platz kann sich jeder Interessierte bei freiem Eintritt davon überzeugen, dass die 4 mal 8 Minuten effektive Spielzeit, die eine Wasserballpartie dauert, keinesfalls langatmig sind.
Wer sich selbst mal in dem Sport versuchen möchte, ist gern beim Probetraining willkommen. Vor allem Kinder ab 10 Jahre, die bereits gute schwimmerische Grundlagen besitzen, können jederzeit mit dem Wasserballtraining beginnen. Alle Informationen über Ansprechpartner, Trainingszeiten und natürlich die Spieltermine sind auf der Website der Spielgemeinschaft unter www.wasserball-dresden.de zu erfahren.
